1971 - 2011

1971 - 2011

Wir feierten im vergangenen Jahr das 40jährige Bestehen unseres attraktiven Tennisclubs! Zu diesem Anlass sind in der Galerie viele unterhaltsame Bilder entstanden.

1971 wurde der Tennisclub der Winterthur-Unfall, wie unsere Firma damals hiess, von einer Gilde junger begeisterter Tennisfans gegründet. Nicht viel später – 1973, nach Abschluss meines Studiums und Eintritt in die Firma – stiess auch ich dazu, als ebenfalls tennisbegeis-terter, aber „blutiger Anfänger“. Zu meinen Glück wurde 1975 für junge „Nachwuchshoffnungen“ eine zweite Firmenmeisterschaftsmannschaft gegründet. Das verschaffte mir die Gelegenheit, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln und beschleunigte die Integration in den Club.

So trat ich um 1980 in den Vorstand ein, damals als Spielleiter. Während Jahren organisierte ich Clubturniere und kümmerte mich um unsere Herren- und Damenteams, die an der Fir-menmeisterschaft der Region Zürich teilnahmen, jetzt unter dem Namen TC Winterthur Ver-sicherungen, denn die Firma hatte inzwischen den Namen geändert. Damals spielten wir auf drei gemieteten Aussenplätzen in Rümikon. Der Belag bestand zuerst aus Kunststoff, später aus Teppich (draussen!), und war sehr uneben. Nicht selten mussten wir an Clubturnieren nach Regengüssen die entstandenen Pfützen mit unseren eigenen Frotteetüchern aufnehmen.

Nach längeren Bemühungen schafften wir es, die Geschäftsleitung von den Vorteilen einer eigenen Sportanlage, natürlich mit „gesunden“ Sandplätzen, zu überzeugen. Während den Bauarbeiten fuhr ich nach Feierabend regelmässig in der Wallrüti vorbei, um die Entwicklung der Arbeiten zu verfolgen. Eine solche Firmenanlage wäre heute natürlich nicht mehr denk-bar; die Umstände und die Firmenleitung – Peter Spälti war damals noch selber Aktivsportler in der Direktion-Fussballmannschaft – ermöglichten den Bau. Anfang Juli 1984 konnten wir die Tennisplätze übernehmen. Die Anlage war damals noch nicht fertig gebaut, von Club-haus und Garderoben keine Spur. Wir mussten uns in einem Baucontainer an der Strasse oben umziehen, geduscht wurde anschliessend zu Hause. Im April 1985 konnten wir die Sportanlage Wallrüti dann mit komplettem Clubhaus und allem „Drum und Dran“ offiziell eröffnen.

In der zweiten Hälfte der 80er-Jahre nahm ich in der Firma eine Auszeit, und somit auch im Tennisclub inkl. Vorstand. Anfang der 90er-Jahre kam ich zurück. Es war die Spätzeit des Tennisbooms, und die neue schöne Anlage tat ihr Übriges: Der Tennisclub erreichte seinen „quantitativen Höhepunkt“: Wir hatte die Marke von 500 Mitgliedern erreicht! Unglaublich! 1993 wurde ich zum Präsidenten des Tennisclubs gewählt.

Eine wichtige Änderung trat in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre mit der Übernahme der Winterthur durch die CS ein. Dort war der Firmensportbetrieb durch bestehende Reglemente genau geregelt. Diese wurden nun auch für die Winterthur-Sportclubs angewendet. Nicht alle waren vorteilhaft. Spontan organisierten sich die Firmenclubs der Winterthur und kämpften für bessere Bedingungen. Wir waren erfolgreich. Wir gründeten den Sportdachverband der Winterthur als Unterverband des gesamtschweizerischen CS-Sportverbandes. Der Ten-nisclub war an dieser Entwicklung massgeblich beteiligt. Fortan konnten wir vereint und mit einer Stimme für unsere Anliegen agieren.

Gegen Ende der Jahrtausendwende war der Tennisboom nur noch eine blasse Erinnerung, der Tennisclub kämpfte mit starkem Mitgliederschwund. Anstrengungen zur Gewinnung neuer Mitglieder waren angesagt. Dazu war uns auch das Jahr 2005 willkommen. Der Sport-dachverband organisierte ein grosses Fest zum 20-jährigen Jubiläum der Sportanlage Wall-rüti auf der Anlage selbst und im benachbarten Schulhaus. Praktisch alle Sportclubs der Winterthur nahmen die Gelegenheit war, sich bei den interessierten Mitarbeitenden und ihren Angehörigen zu präsentieren.

Ein weiterer Einschnitt stellte 2006 die Übernahme der Firma durch die AXA dar. Sparen ist heute mehr denn je angesagt. Bis jetzt können wir uns allerdings nicht beklagen. Zum Glück konnten wir die jahrelange Negativentwicklung bei den Mitgliederzahlen stoppen. Nach einer kurzen Zeit der Stabilisierung konnte sogar wieder eine merkliche Zunahme erreicht werden; heute liegen wir wieder bei knapp 300 Mitgliedern. Somit steht der Club heute gut da, sowohl bezüglich Mitgliederzahlen als auch finanziell. Anfang 2011 bleibt also nur noch zu hoffen, dass wir den in 3 Jahren anstehende Ablauf des Baurechtsvertrages mit der Stadt gut über-stehen werden und dass es zu einer Verlängerung kommen wird, damit wir weiterhin in der Wallrüti unserem geliebten Tennisspiel frönen können.
Es gibt also weiterhin wichtige Aufgaben für den Vorstand. Nach 17 Jahren als Präsident des Tennisclubs ist für mich die Zeit gekommen, die Führung in neue Hände zu übergeben. Das erlaubt es mir auch, endlich die ersehnten langen Reisen mit meinem Wohnmobil zu unter-nehmen. Als Pensionierter habe ich ja die nötige Zeit dazu. Ich wünsche meinen Nachfolgern dabei viel Glück und Geschick, denn der TCAW wird mir auch weiterhin sehr am Herzen liegen! Ich werde dem Club als Beisitzer für eine gewisse Zeit weiterhin vor allem als Berater und für Spezialaufgaben zur Verfügung stehen.


Valerio Bastianini
Präsident TC AXA Winterthur
8542 Wiesendangen

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